Klimaanpassung beginnt vor Ort – mit starken Gemeinschaften
In Sierra Leone macht die Klimakrise Wasser zur Krise: Mit Pumpen, Dorfsparkassen und Schulungen stärken wir ganze Gemeinden. Helfen Sie mit!
03.09.2026
Wenn Wasser zur Krise wird
In Sierra Leone bestimmt das Klima über das tägliche Leben. Immer häufiger zerstören Überschwemmungen, Dürren und Erdrutsche die Lebensgrundlage der Menschen. Wasser wird zur Bedrohung oder bleibt ganz aus: Brunnen trocknen aus, Felder verdorren, ganze Gemeinden verlieren ihre Ernten und damit ihre Existenz.
Besonders in ländlichen Regionen wie Kenema oder Pujehun spitzt sich die Lage zu. Familien geraten in einen Kreislauf aus Armut und Unsicherheit, aus dem sie kaum allein entkommen können. Der Zugang zu sauberem Wasser ist stark eingeschränkt – am stärksten betroffen sind Frauen und Mädchen. Ungleichheit wird verschärft und die Widerstandskraft ganzer Gemeinden gegenüber der Klimakrise geschwächt.
Doch es gibt Hoffnung: Durch den Aufbau klimaresilienter WASH-Dienste (Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene) werden Strukturen geschaffen, die langfristig funktionieren und den zunehmenden Herausforderungen des Klimawandels standhalten. Wenn Gemeinschaften gestärkt, Frauen einbezogen und Wissen geteilt wird, können nachhaltige Lösungen entstehen. Es geht um sauberes Wasser, Gesundheit und eine sichere Zukunft.

Wasser verändert Leben
In Mamboma, Distrikt Bo, sind die Verbesserungen für die Menschen konkret sichtbar: Die Gemeinschaft verfügt jetzt über eine Wasserpumpe, sogenannte Dorfsparkassen und Schulungen zum Thema „Gender-Modell-Familie“.
Tenneh Joseph, eine Bewohnerin von Mamboma, sagt: „Vor der Hilfsmaßnahme glich unser Dorf einer Müllhalde. Überall lag Müll herum, und wir litten ständig an Malaria und Typhus. Wir gaben den Großteil unseres Geld für Behandlungen aus. … Wir hatten keine andere Wahl, als aus dem Bach zu trinken, obwohl wir wussten, dass das Wasser nicht trinkbar war.“ Außerdem erzählt sie: „Wenn wir uns Geld von außerhalb liehen und es nicht zurückzahlen konnten, holten sie die Polizei, um uns zu verhaften. Das war sehr beschämend.“
Das Projekt hat zu einem deutlichen Rückgang von Malaria, Typhus und Hautinfektionen geführt. Der Zugang zu sauberem Trinkwasser wurde mit den Pumpen deutlich verbessert. Mithilfe der Dorfsparkassen können Frauen ihre Kinder zur Schule schicken und unabhängig auf eigenen Beinen stehen.
„Jetzt haben wir unsere eigene Bank in der Gemeinde. Wir können Geld anlegen und Kredite aufnehmen, ohne unsere Probleme offenlegen zu müssen. … Jetzt schlafen meine Kinder ruhig, wenn es regnet. … Früher haben wir uns mit unseren Männern gestritten, weil sie die ganze Last tragen mussten. Jetzt unterstützen wir uns gegenseitig, und in unseren Häusern herrscht Frieden“, erzählt Tenneh stolz.

Helfen Sie mit Ihrer Spende, sauberes Wasser, Gesundheit und echte Zukunftsperspektiven für ganze Gemeinden zu sichern.