Gesundheit digital stärken
Digitale Patientenakten für zwei überlastete Krankenhäuser in Äthiopien: schnellere Diagnosen, zuverlässigere Behandlung und entlastete Teams. Spenden Sie!
03.09.2026
Digitale Wege zu besserer Gesundheitsversorgung
Äthiopien hat in den vergangenen Jahren bemerkenswerte Fortschritte im Gesundheitsbereich gemacht. Mehr Menschen leben länger, weniger Mütter und Kinder sterben. In konkreten Zahlen bedeutet das:
- Die Lebenserwartung ist in den letzten 20 Jahren um 10 Jahre gestiegen.
- Die Müttersterblichkeitsrate hat sich zwischen 2000 und 2017 halbiert.
- Die Sterblichkeitsrate von Kindern unter fünf Jahren ist zwischen 2000 und 2019 um zwei Drittel gesunken.
- Auch die Neugeborenensterblichkeit ist um ein Drittel gesunken.
Doch hinter diesen Zahlen steht eine Realität, die weiterhin von großen Herausforderungen geprägt ist. Armut, schwache Strukturen im Gesundheitssystem und anhaltende Krisen erschweren vielen Menschen den Zugang zu einer würdevollen medizinischen Versorgung.
In Dessie und Kombolcha stoßen die Krankenhäuser täglich an ihre Grenzen: Überfüllte Wartebereiche, stundenlange Verzögerungen und verlorene Patientenakten sind für viele Patientinnen und Patienten trauriger Alltag. Gleichzeitig suchen immer mehr Menschen Schutz und Hilfe in diesen Städten, nachdem sie vor Gewalt und Konflikten fliehen mussten. Das Gesundheitssystem steht dadurch unter enormem Druck.
Genau hier setzt das Projekt an. Durch die Einführung digitaler Patientenakten soll nicht nur Ordnung in ein überlastetes System gebracht werden – es geht darum, Menschen schneller zu helfen, Leben zu schützen und medizinische Versorgung menschlicher und effizienter zu gestalten. Dieses Vorhaben ist ein wichtiger Schritt hin zu einem Gesundheitssystem, das den Bedürfnissen der Menschen wirklich gerecht wird und langfristig Hoffnung auf eine bessere Versorgung schafft.

Starke Krankenhäuser, bessere Chancen für alle
Das Projekt richtet sich in erster Linie an die beiden Krankenhäuser in Dessie und Kombolcha sowie deren insgesamt 1.606 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sowohl medizinisches als auch administratives Personal profitiert von effizienteren Abläufen, besserer Datennutzung und umfassenden Schulungen, die ihre Kompetenzen stärken und den Arbeitsalltag deutlich erleichtern. Auch Gesundheitsbehörden werden aktiv eingebunden, um die Einführung des Systems strategisch zu begleiten.
Mit dem neuen System erhalten Patientinnen und Patienten schneller eine genaue Diagnose und eine zuverlässige Behandlung. Gerade für viele Menschen aus wirtschaftlich schwierigen Verhältnissen bedeutet das einen spürbaren Unterschied in ihrer Gesundheitsversorgung. Darüber hinaus gewinnen Behörden, Forschungseinrichtungen und Studierende wertvolle Daten und Erfahrungen, die langfristig zur Verbesserung des gesamten Gesundheitssystems beitragen.

Ihre Spende hilft, Leben zu retten: Sie entlastet überlastete Krankenhäuser und ermöglicht Menschen die schnelle, verlässliche medizinische Versorgung, die sie dringend brauchen.