
400 Tiere pro Stall — Futter, Wasser und Hygiene entscheiden darüber, wie viele davon durchkommen.
Ein Stall, der eine Familie trägt
Drei Gemeinschaftsgruppen in Rachuonyo South bauen eine Hühnerhaltung auf, die sich nach sechs Monaten selbst finanziert.
Homa Bay am Ostufer des Viktoriasees liegt mit einem Entwicklungsindex von 0,46 deutlich unter dem kenianischen Durchschnitt. Fast 22 Prozent der Kinder im Bezirk sind im Wachstum zurückgeblieben — ein Zeichen für chronische Unterernährung. Hühner halten hier viele Familien. Aber ohne Wissen über Futterzusammensetzung, Hygiene und Krankheitsvorsorge überlebt nur gut die Hälfte der Küken. Unterm Strich bleiben höchstens 800 Kenia-Schilling im Monat, etwa fünf Euro.
Jede der drei Gruppen bekommt einen eigenen Stall von rund 84 Quadratmetern: mit Produktionshalle, Gluckengehege, Eiersammelbereich, einer Krankenstation und einem separaten Quarantäneraum daneben. Gebaut wird aus lokalem Material, von Handwerkerinnen und Handwerkern aus der Gemeinde, in fünf Tagen pro Stall. Der Strom kommt von einem 400-Watt-Solarmodul, das Wasser aus eigenen Behältern.
Dann kommen 1.200 zwei Wochen alte Küken, Futter für zehn Monate, moderne Solarbrüter, Impfstoffe und Tierarztbetreuung. Parallel läuft für jede Gruppe eine zehntägige Schulung — von der Standortwahl über Impfgrundlagen und Krankheitsdiagnostik bis zur Abfallentsorgung.
Mit 40 € kaufen Sie einer Gruppe die Küken für einen ganzen Monat Aufzucht.
Jetzt spendenWas wir bereits erreicht haben
- erste Wochen
Aufbau des Stalls
Jede Gruppe baut einen eigenen Stall aus lokalem Material, mit Solarstrom, Wasserbehältern und Handwaschstellen.
- folgt
Küken und Schulung
Küken ziehen ein, Futter, Impfstoffe und tierärztliche Betreuung kommen dazu; parallel läuft die Schulung vor Ort.
- fortlaufend
Einkommen und Rücklagen
Aus dem Eierverkauf wächst ein regelmäßiges Einkommen, dazu ein gemeinsamer Fonds und die gemeinsame Vermarktung.
Einblicke



Wie es weitergehen soll
Ab Monat fünf kommen die ersten Einnahmen aus der Legephase, ab Monat sechs werden die laufenden Kosten Schritt für Schritt aus eigener Tasche gedeckt. In der Reifephase erwirtschaftet jeder Stall ein regelmäßiges Einkommen aus dem Eierverkauf, das sich für die Mitglieder deutlich erhöht.
Damit das Geld nicht sofort wieder verschwindet, zahlt jedes Mitglied monatlich in einen gemeinsamen Topf ein, dazu fließen Teile der Gewinne hinein. Verwaltet wird das von einem gewählten Komitee pro Gruppe; über die gemeinsame Vermarktungsplattform Rural Harvest verhandeln die drei Gruppen zusammen mit Händlern und Futterlieferanten.
- Einkommen schaffenJede Gruppe erwirtschaftet aus dem Eierverkauf ein regelmäßiges Einkommen, das sich für die Mitglieder vervielfacht.
- Wissen aufbauenIn zehntägigen Schulungen lernen die Gruppen Fütterung, Hygiene, Impfen und Krankheitsvorsorge.
- Selbstständig bleibenEin gemeinsamer Fonds und die Vermarktung über Rural Harvest tragen den Betrieb über das Projektende hinaus.
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