
Die Flutwelle hat das Tal des Lhende Khola in Geröll verwandelt.
Nothilfe nach der Sturzflut
Unsere Partner HDCS und INF verteilen Hilfsgüter und versorgen Verletzte. TPI hat 20.000 Euro für die schnelle Hilfe bereitgestellt.
Die Nothilfe nach der verheerenden Sturzflut in Nepal ist angelaufen. Die langjährigen Partnerorganisationen von TERRA Projekte International, HDCS und INF, haben erste Hilfsgüter verteilt und medizinische Versorgung organisiert. TPI stellt weitere 10.000 Euro für die Nothilfe bereit — insgesamt stehen nun 20.000 Euro an schneller Hilfe zur Verfügung.
In Trishuli Bazaar hat HDCS bereits 220 Pakete mit Lebensmitteln sowie Wasser-, Sanitär- und Hygieneartikeln verteilt, dazu 660 Planen für Notunterkünfte und 200 Moskitonetze. Hinzu kommen Kleidung, Decken, Matratzenmaterial und Solarlampen. In zwei Notunterkünften wurden 120 Menschen medizinisch behandelt und 98 psychologisch beraten.
Das Trishuli District Hospital erhielt Rollstühle, Tragen, Handschuhe und weitere medizinische Ausstattung; für den Generator stellte HDCS 500 Liter Diesel bereit. INF hat ein medizinisches Camp eingerichtet, das zunächst sieben bis zehn Tage betrieben wird.
„Ich habe viele Schreckensgeschichten von Menschen gehört, die mit ansehen mussten, wie ihre Angehörigen direkt vor ihren Augen mitgerissen wurden. Doch selbst in dieser Finsternis wurde ich Zeuge von Hoffnung: Menschen aus der Gemeinde und Freiwillige helfen selbstlos den Bedürftigen in den Notunterkünften.“
Ein Helfer von HDCS vor Ort
Schon 25 € versorgen eine Familie mehrere Tage lang mit Nahrungsmitteln.
Jetzt spendenEinblicke



Wie es weitergehen soll
Benötigt werden weiterhin Lebensmittel, sauberes Trinkwasser, Hygieneartikel, medizinische Versorgung, Material für Notunterkünfte und Wasserfilter. Viele Regionen sind noch schwer zugänglich, weil Straßen und Brücken zerstört oder verschüttet sind. Die Partner versuchen, auch die bisher abgeschnittenen Dörfer zu erreichen.
Zugleich steigt die Gefahr von Krankheiten. In vielen Gebieten fehlen sauberes Wasser, Toiletten und sanitäre Einrichtungen, und die Enge in den Notunterkünften sowie stehendes Wasser erhöhen das Risiko. Wasserfilter, Hygieneartikel und Moskitonetze sind deshalb besonders wichtig.
„Mit den ersten Verteilungen ist die Hilfe noch lange nicht abgeschlossen. Wir wollen die Menschen jetzt mit dem Nötigsten versorgen und sie anschließend auch beim Wiederaufbau unterstützen. Das wird bis zu fünf Jahre dauern.“
Chris Schmetz, Pressesprecher, TERRA Projekte International
Nach bisherigen Erkenntnissen ist ein Gletscher an den Nordhängen des nepalesischen Berges Langtang Lirung in über 5.200 Metern Höhe in den Fluss Lhende Khola gestürzt. Die Flutwelle aus Eis, Geröll und Wasser richtete flussabwärts gewaltige Schäden an.
Laut Wissenschaftler*innen erwärmt sich die Himalaja-Region schneller als andere Teile der Welt, und der Klimawandel ist hier besonders deutlich spürbar. Deshalb engagieren wir uns in Nepal seit Jahren auch in der Katastrophenvorsorge, etwa mit dem Projekten zu Klimaresilienz und Katastrophenschutz.
Was Ihre Spende hier bewirkt

Machen Sie den Unterschied — heute.
Ihre Spende ermöglicht es uns, dort zu helfen, wo die Not am größten ist — schnell, unbürokratisch und zielgerichtet. Und sie wirkt über den Moment hinaus: Was wir aufbauen, führen unsere Partner vor Ort weiter. Jede Spende geht in ein konkretes Projekt, und was sie dort bewirkt, steht auf jeder Projektseite.


