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Bessere Bildung für Süd-Wollo

Neue Klassenräume an der Degan Primary School in Süd-Wollo — die Grundschule soll zur Modellschule für die Region werden.

Afrika · Bildung

Bessere Bildung für Süd-Wollo

Labore, Bibliotheken und Fortbildungen: Zwölf Schulen in Kombolcha und Kalu bekommen, was guter Unterricht braucht.

In Kombolcha und im ländlichen Bezirk Kalu im Norden Äthiopiens schaffen nur wenige Jugendliche den Sprung an die Universität: Nur etwa jede*r Zwanzigste besteht die Hochschulaufnahmeprüfung. Am fehlenden Ehrgeiz liegt das nicht. Während des bewaffneten Konflikts in der Region dienten viele Schulen als Notunterkünfte für Vertriebene, und Bücher, Möbel und Lehrmaterial gingen verloren. Chemie wird vielerorts ohne Labor unterrichtet, Biologie ohne Mikroskop. Als Äthiopien einen neuen Lehrplan einführte, bekamen die Lehrkräfte keine Fortbildung dazu. Viele unterrichten bis heute nach den alten Vorgaben.

Gemeinsam mit unserem Partner KELEM Ethiopia ändern wir das an zwölf öffentlichen Schulen, sechs Grund- und sechs weiterführenden. Die weiterführenden Schulen bekommen Labore für Physik, Chemie und Biologie, ausgestattet vom Bunsenbrenner bis zum Mikroskop, dazu digitale Bibliotheksecken mit Computern und Internetzugang. Alle zwölf Schulen erhalten Bibliotheken mit neuen Büchern, Schulbänke, Tafeln und Lernmaterial.

Genauso wichtig sind die Menschen, die dort unterrichten. Mehr als 800 Lehrkräfte lernen in Fortbildungen moderne, interaktive Methoden und wie sie den neuen Lehrplan umsetzen, und auch die Schulleitungen werden geschult. An den Wochenenden bereitet kostenlose Nachhilfe die Schülerinnen und Schüler auf ihre Abschlussprüfungen vor.

Und dann ist da ein Problem, über das kaum jemand spricht: Viele Mädchen bleiben während ihrer Menstruation jeden Monat eine Woche zu Hause, weil Binden zu teuer und die Toiletten in schlechtem Zustand sind. Deshalb verteilt das Projekt wiederverwendbare Binden, setzt Sanitäranlagen instand und klärt auf, damit Mädchen nicht länger Woche um Woche Unterricht verpassen.

Helfen Sie mit, dass Jugendliche in Süd-Wollo eine Schulbildung bekommen, die ihnen Zukunft eröffnet.

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Wie es weitergehen soll

Die Verbesserungen bleiben nicht auf zwölf Schulen beschränkt. In Äthiopien sind Schulen in sogenannten Clustern organisiert: Besser ausgestattete Schulen teilen ihre Labore, Bücher und Materialien mit den Schulen in der Umgebung. So profitieren voraussichtlich mehr als ein Dutzend weitere Schulen, und jedes Jahr kommen Tausende zusätzliche Schülerinnen und Schüler hinzu.

Auch das Wissen wandert weiter. 600 Schülerinnen und Schüler werden zu Multiplikatorinnen ausgebildet. Sie sprechen mit Mitschülerinnen und Familien darüber, warum Bildung zählt, und über Risiken wie Drogen oder irreguläre Migration, die vielen Jugendlichen in der Region als einziger Ausweg erscheint. Aufklärungskampagnen und ein Gedichtwettbewerb tragen diese Botschaften in die Gemeinden.

Die Bildungsbehörden sind von Anfang an dabei. Ihre Mitarbeitenden werden geschult und besuchen die Schulen regelmäßig, um die Entwicklung zu begleiten. So bleibt die Verantwortung dort, wo sie hingehört, und die Verbesserungen tragen über das Projektende hinaus.

Das Ziel ist ehrgeizig: Mehr Jugendliche sollen die Hochschulaufnahmeprüfung bestehen, weniger die Schule abbrechen, und mehr Mädchen sollen regelmäßig zum Unterricht kommen.

Ihre Spende

Was Ihre Spende hier bewirkt

40€ Trägt zur Ausstattung eines neuen Klassenraums bei
150€ Eine neue Schulbank für den Unterricht
500€200 neue Bücher für eine Schulbibliothek