
Bienenstöcke lassen sich in Sicherheit bringen — die Imkerei gibt Familien in der Ukraine ein Einkommen, das mit ihnen zieht.
Imkerei als mobiles Einkommen
76 Familien in Cherson und Mykolajiw bauen ihre Imkereien wieder auf — Bienenstöcke lassen sich in Sicherheit bringen.
Der Krieg hat in der Ukraine viele Existenzen zerstört — auch die kleinen Imkereien, von denen Familien in Cherson und Mykolajiw leben. Mit den Bienenstöcken verloren sie nicht nur ihr Einkommen, sondern oft auch eine Arbeit, die seit Generationen weitergegeben wurde.
Die Imkerei hat in dieser Lage einen besonderen Vorteil: Bienenstöcke lassen sich bewegen. Wer sie besitzt, kann sie in Sicherheit bringen, wenn es nötig wird, und später an einen ruhigeren Ort zurückkehren. Das Einkommen wird mobil.
Deshalb unterstützt das Projekt 76 Familien beim Wiederaufbau ihrer Imkereien. Sie erhalten Bienenstöcke, Ausrüstung und das Wissen, um ihre Völker neu aufzubauen und Honig zu verkaufen. Die Imkerei schafft Einkommen dort, wo der Krieg andere Wege verschlossen hat.
Am Anfang steht die Auswahl. Gemeinsam mit den lokalen Partnerorganisationen wird geklärt, welche Familien das Projekt erreicht und was sie konkret brauchen: wie viele Völker fehlen, welche Ausrüstung noch vorhanden ist, was der Krieg übrig gelassen hat.
Danach wird ausgestattet. Die Familien erhalten Bienenstöcke und Ausrüstung und werden beim Aufbau ihrer Völker begleitet. Mit einer Lieferung ist es dabei nicht getan — ein Volk über den ersten Winter zu bringen, ist das eigentliche Kunststück.
Zum Abschluss geht es um den Ertrag. Der Aufbau weiterer Völker und der Verkauf des Honigs werden begleitet, damit aus der Ausstattung ein Einkommen wird, das die Familien ohne weitere Hilfe trägt.
Mit Ihrer Spende helfen Sie Familien in der Ukraine, mit der Imkerei wieder ein eigenes Einkommen aufzubauen.
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Wie es weitergehen soll
Die Familien sollen ihre Imkereien über die erste Wiederausstattung hinaus zu einem verlässlichen Einkommen ausbauen. Dafür werden weitere Völker aufgebaut und der Verkauf des Honigs organisiert.
Langfristig soll die Imkerei eine Einkommensquelle bleiben, die sich bewegen lässt — und Familien so auch in unsicheren Zeiten handlungsfähig hält.
Dafür kommen drei Dinge zusammen. Die Ausstattung ist die Grundlage — ohne Stöcke, Schutzkleidung und Werkzeug lässt sich keine Imkerei betreiben.
Dazu gehört das Wissen. Viele Familien haben die Imkerei von ihren Eltern gelernt, mussten sie aber jahrelang ruhen lassen; andere fangen ganz neu an. Schulungen und regelmäßige Begleitung helfen dabei, die Völker nicht nur aufzubauen, sondern sie auch zu halten.
Und schließlich der Punkt, der diese Arbeit in einem Kriegsgebiet so wertvoll macht: Wenn die Lage unsicher wird, gehen die Stöcke auf den Anhänger und die Familie behält ihre Lebensgrundlage. Ein Einkommen, das umziehen kann, ist in dieser Region mehr wert als eines, das an einem Ort festhängt.
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