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Klimaresiliente Wasserversorgung

Der neu errichtete Brunnen.

Afrika · Wasser & Gesundheit

Klimaresiliente Wasserversorgung

Pumpen, Spargruppen und Gender-Modell-Familien in Kenema, Pujehun und Bo.

In den Distrikten Kenema, Pujehun und Bo in Sierra Leone hängt der Zugang zu sauberem Wasser stark von Regen und Jahreszeit ab. Brunnen und Wasserstellen fallen in der Trockenzeit aus oder liefern unsicheres Wasser, während die Klimakrise die Niederschläge unzuverlässiger macht. Für Familien bedeutet das weite Wege, Krankheitsrisiken und viel verlorene Zeit.

Das Projekt baut eine klimaresiliente Wasserversorgung auf: verlässliche Pumpen, die die Gemeinden selbst betreiben und warten können, dazu Spargruppen, die Rücklagen für Reparaturen und den laufenden Betrieb bilden.

Getragen wird das Ganze von den Menschen vor Ort. In Gender-Modell-Familien übernehmen Frauen und Männer die Verantwortung für die Wasserstellen gemeinsam — ein Ansatz, der die Versorgung sichert und zugleich das Zusammenleben in den Gemeinden verändert.

Am Anfang steht nicht der Bohrer, sondern das Gespräch. Gemeinsam mit den Projektgemeinden wird geklärt, wo eine Wasserstelle sinnvoll liegt und wer sie später trägt — denn eine Pumpe ohne klare Zuständigkeit steht nach dem ersten Defekt still.

Erst danach wird gebaut. Pumpen und Wasserstellen entstehen, Spargruppen werden gegründet, und Familien, die als Gender-Modell-Familie vorangehen, werden über längere Zeit begleitet. Diese drei Dinge gehören zusammen: Die Technik liefert das Wasser, die Sparkasse hält sie instand, und die Arbeit an den Rollen im Haushalt entscheidet darüber, wer die Last trägt.

TERRA Projekte International begleitet Betrieb und Wartung und berichtet über den Fortgang.

Unterstützen Sie eine Wasserversorgung, die auch in trockenen Zeiten trägt.

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Einblicke

Projektabschluss

Damit die Versorgung dauerhaft hält, sollen die Spargruppen weiter gestärkt und die Gemeinden bei Betrieb und Wartung begleitet werden.

Die Gender-Modell-Familien dienen dabei als Vorbild: Ihr Ansatz soll sich in weiteren Gemeinden verbreiten und zeigen, wie Wasser, Klimaanpassung und Gleichberechtigung zusammengehören.

Woran sich der Erfolg messen lässt, ist am Ende einfach: Die Pumpen laufen auch gegen Ende der Trockenzeit, und die Gemeinden in Kenema, Pujehun und Bo kommen ganzjährig an sauberes Wasser, statt auf den Bach ausweichen zu müssen. Wo das gelingt, gehen Malaria, Typhus und Hautinfektionen spürbar zurück — und mit ihnen die Ausgaben für Behandlungen, die vorher einen Großteil des Haushaltsgeldes verschlungen haben.

Zweitens soll der Betrieb sich selbst tragen. Die Spargruppen bilden Rücklagen, aus denen Reparaturen und laufende Kosten bezahlt werden, ohne dass jemand von außen einspringen muss. Gleichzeitig geben sie den Frauen Zugang zu Krediten, für die sie ihre Lage nicht offenlegen müssen.

Und drittens soll sich die geteilte Verantwortung ausbreiten. Gender-Modell-Familien übernehmen Wasserversorgung und Gemeinschaftsaufgaben gemeinsam und zeigen in ihrem Umfeld, dass es so besser läuft. Dass Wasser, Geld und Rollenbilder zusammenhängen, ist dabei keine Theorie: Wo Frauen über eigenes Geld verfügen und Männer Aufgaben im Haushalt mittragen, bleiben auch die Anlagen in Betrieb — weil die Gemeinschaft sie als ihre eigenen versteht.

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25€trägt zum Bau und Ausbau einer Wasserstelle bei
100€unterstützt die Spargruppen und den laufenden Betrieb
250€hilft, die Gender-Modell-Familien zu begleiten und auszubauen