
Nach dem Erdbeben in Syrien: Wasserstellen und Sanitäranlagen geben vertriebenen Familien wieder eine Grundlage.
Wasser und Hygiene nach dem Erdbeben
In Nordwest-Syrien haben wir Lager mit sauberem Wasser versorgt und drei Wasserwerke wieder in Betrieb genommen, mit Solarstrom.
Das Erdbeben traf Nordwest-Syrien in einer ohnehin verzweifelten Lage. Nach mehr als einem Jahrzehnt Krieg sind Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen. Die Wasserversorgung, einst für weniger als zwei Millionen Menschen gebaut, muss heute 4,7 Millionen versorgen. Das Beben beschädigte Leitungen und Anlagen zusätzlich und trieb weitere Familien in die überfüllten Lager.
Dort fehlt es am Nötigsten. Trinkwasser kommt per Tankwagen und wird in Fässern und Kanistern gelagert, zwischen den Zelten sammelt sich Müll, und es gibt zu wenige Toiletten. Cholera und Leishmaniose breiten sich aus, besonders in der Sommerhitze.
Gemeinsam mit unserem Partner Amal Organization haben wir deshalb 2024 und 2025 Lager in der Provinz Idlib unterstützt. Tankwagen brachten täglich gechlortes Trinkwasser, 30 bis 40 Liter pro Person, und die Wasserqualität wurde regelmäßig geprüft. Familien erhielten Wassertanks, Müllcontainer wurden aufgestellt und der Abfall regelmäßig zu offiziellen Deponien gebracht. Neue barrierefreie Latrinen mit Solarbeleuchtung bieten auch nachts Sicherheit. In 80 Hygieneschulungen lernten Familien, wie sie sich vor Cholera schützen, und jede Familie bekam dazu Seife für mindestens zwei Monate. Rund 6.800 Menschen haben von diesen Maßnahmen profitiert.
Helfen Sie mit, schnelle Nothilfe dort möglich zu machen, wo sie am dringendsten gebraucht wird.
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Projektabschluss
Wasser per Tankwagen hilft im Notfall. Auf Dauer braucht es funktionierende Leitungen. Deshalb haben wir 2025 gemeinsam mit Amal drei vom Erdbeben beschädigte Wasserwerke im Umland von Aleppo instand gesetzt, in Kafr Aleppo, Mezanaz und Yaqed Eladas. Neue Pumpen und Chlordosieranlagen wurden eingebaut, beschädigte Leitungen repariert und neue verlegt. Statt teurer Dieselgeneratoren liefern jetzt fast 400 Solarmodule den Strom. Fast 19.000 Menschen in den drei Gemeinden, Alteingesessene, Rückkehrer*innen und Vertriebene, haben dadurch wieder sauberes Wasser aus der Leitung.
Damit die Anlagen weiterlaufen, wurde in jeder Gemeinde ein Wasserkomitee gegründet. Es übernimmt Betrieb und Wartung, und zum Projektende wurden ihm die Anlagen übergeben. Zusätzlich wurden in der Provinz Aleppo rund 50 große Müllcontainer aufgestellt, die nach Schätzungen von mehr als 37.000 Menschen genutzt werden.
Die Projekte sind abgeschlossen. Der Bedarf in Syrien bleibt groß. Spenden fließen jetzt in unseren Nothilfefonds, damit wir dort helfen können, wo es gerade am dringendsten ist.
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