
Südtürkei, nach dem Beben vom Februar 2023.
Nothilfe und Wiederaufbau
Nothilfe und Wiederaufbau nach dem Erdbeben 2023 – Erst Decken, Trinkwasser und Zelte, dann neue Wände, Fenster und Klassenzimmer: So haben wir nach dem Beben in der Türkei und in Syrien geholfen.
Am 6. Februar 2023 erschütterten zwei schwere Erdbeben der Stärke 7,8 und 7,5 den Südosten der Türkei und den Norden Syriens. Mehr als 59.000 Menschen starben, Millionen verloren ihr Zuhause, mitten im Winter.
Drei Tage nach dem Beben war ein erstes Team mit Hilfsgütern in der Region Kahramanmaraş. In Abstimmung mit der türkischen Katastrophenschutzbehörde AFAD verteilten wir Notrationen, Decken, Schlafsäcke, Winterkleidung und Babynahrung, auch in abgelegene Dörfer abseits der Hauptstraßen. Dort wären ältere Menschen, Mütter mit kleinen Kindern und Menschen mit Behinderung sonst kaum erreicht worden.
In den folgenden Monaten kamen weitere Hilfen dazu, immer gemeinsam mit lokalen Partnern, die die Menschen vor Ort kennen. Über alevitische Gemeinden erhielten obdachlos gewordene Familien Zelte als Notunterkunft, vor allem in Dörfern, in die andere Hilfe nur spät kam. In Gaziantep und Pazarcık bekamen Familien in benachteiligten Vierteln Lebensmittel und Hygieneartikel. In Adıyaman versorgten wir rund 6.000 Menschen mit sauberem Trinkwasser, solange die Versorgung nicht wiederhergestellt war. Weil ein Erdbeben auch seelische Spuren hinterlässt, entstand dort außerdem ein Kinderzentrum: ein geschützter Ort mit Spielen, Büchern, Sport und Kunst, den 289 Kinder und Jugendliche nutzten.
Helfen Sie uns, Menschen in akuten Notlagen schnell und wirksam zu helfen.
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Projektabschluss
Nach der Nothilfe beginnt der lange Teil, der Wiederaufbau. In Aleppo, der am schwersten betroffenen Region Syriens, traf das Erdbeben eine Stadt, die schon von Jahren des Krieges gezeichnet war. Seit Ende 2024 kehren viele Menschen in ihre Viertel zurück, oft in Häuser, die nicht mehr bewohnbar sind.
Gemeinsam mit unserem Partner Amal Organization haben wir 2025 in Aleppo 54 beschädigte Wohnhäuser instand gesetzt. Trümmer wurden beseitigt, Risse und Wände repariert, Fenster, Türen, Küchen und Bäder erneuert. 342 Menschen leben dadurch wieder in einem sicheren Zuhause, darunter Witwen, Waisen und Menschen mit Behinderung. Ausgewählt wurden die Familien nach klaren Kriterien und gemeinsam mit den örtlichen Behörden.
Außerdem wurden vier Schulen saniert, einschließlich ihrer Toiletten und Waschbecken. Fast 3.900 Schüler*innen und Lehrkräfte lernen und arbeiten jetzt wieder in sicheren Räumen. Bei einer Befragung zum Projektabschluss gaben 94 Prozent an, sich in den sanierten Gebäuden sicher zu fühlen.
Die Projekte sind abgeschlossen. Spenden für diese Arbeit fließen jetzt in unseren Nothilfefonds, damit wir bei der nächsten Katastrophe sofort handeln können.
Was Ihre Spende hier bewirkt

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Ihre Spende ermöglicht es uns, dort zu helfen, wo die Not am größten ist — schnell, unbürokratisch und zielgerichtet. Und sie wirkt über den Moment hinaus: Was wir aufbauen, führen unsere Partner vor Ort weiter. Jede Spende geht in ein konkretes Projekt, und was sie dort bewirkt, steht auf jeder Projektseite.


